So da ich schon länger nichts mehr unter dieser Rubrik geschrieben habe (sorry übrigens) möchte ich diesmal von unserem gemeinsamen Camiguin Island Urlaub berichten.
Mit von der Partie..... Sonja und Solveigh vom neuen Charts Resort (Sonja hat sich den Urlaub nach der harten Aufbauphase redlich verdient) Jürgen und Cheque (Jürgen ist Österreicher und Physiotherapeut mit seiner Freundin) Rosi Kevin und ich .
Ziel war südöstlich von Bohol Camiguin Island. Eine Insel mit 7 Vulkanen, heissen und kalten Quellen, Wasserfällen und dichtem Dschungel wohin man auch schaut.
Die Anreise erfolgte von Alona Beach aus mit unserem "Sun Wagon" Richtung Jagna auf der Ostseite Bohols. Dort wartete schon die vorbestellte Banka von Camiguin Action Geckos auf uns. Die Überfahrt dauerte etwas länger da wir relativ hoche Wellen hatten. Delphine und unsere Eisbox (besser gesagt der Inhalt :-) versüssten uns aber die 3,5 stündige Überfahrt.
In Camiguin angekommen wurden wir gleich von meinem alten Freund Diggi (Inhaber der " Camiguin Action Geckos") herzlich in Empfang genommen. Bei ein paar Bieren wurde dann über alte Zeiten gequatscht und ein Plan für die nächsten Tage entworfen.
Erster Tag :Tauchen: Wir steuerten 2 wunderschöne Plätze an und ich war sehr angenehm von der Unterwasserwelt überrascht. Fischtechnisch sehr ähnlich wie in Alona Beach nur sind wir nicht an Wänden getaucht sondern eher an flach abfallenden Abhängen. Man kann auch noch sehr deutlich erkennen wo die Lavaflüsse ins Meer liefen und dort abkühlten. Ausserdem liegen riesige Gesteinsbroken bis auf 50m und das macht die Unterwasserlandschaft sehr reizvoll.
Der zweite Tauchgang begann mit einem Abstieg an der Ankerleine auf ca 27m. Von dort arbeiteten wir uns dann langsam den flachen Abhang hoch. Gewaltig grosse und vor allem in allen Farben funkelnde Schwarzkorallen besäumten den kompletten Weg bis auf ca. 12m. Ausserdem sahen wir noch 2 monstergrosse Seeschlangen, schöne bunte Nacktschnecken, 2 riesige Zackis und viele junge Süsslippen.
Es war wirklich wunderbar und ich und mein Buddy Jürgen genossen beide Tauchgänge in vollen Zügen.......
Am späten Nachmittag fuhren wir dann mit einer kleinen gemieteten Banka nach " White Island" (hier im Bild) rüber. White Island ist eine kleine Sandbank die sich ca. 2 km vor Diggis Resort befindet.. Natürlich war unsere Eisbox mit von der Partie und es entstanden in den frühen Abendstunden -kurz vor Sonnenuntergang ein paar sehr schöne Bilder von uns. Später wurden die Bilder immer lustiger wie ihr in der Galerie sehen könnt.
Zu Abend gegessen haben wir im Resort .Dort gibt es eine reichhaltige Auswahl an asiatischem und europäischem Essen. Ebenso eine schöne Auswahl an Seafood, das super lecker zubereitet wird und, auch immer vorhanden ist.
Zweiter Tag: Rundreise/ Inselrundfahrt
Wir mieteten 3 Honda XRM Motorräder und los gings. Erster Stopp war der "gesunkene Friedhof" bei dem sich die Gräber nach einem Erdbeben unter den Wasserspiegel absenkten. Heute erinnert daran nur mehr ein grosses Kreuz das mitten im Meer steht. Der Unterwasser Friedhof ist übrigens auch eine sehr schöne Tauchstelle.
Danach besuchten wir noch die Ruinen von einer alten Kirche, die beim selben Erdbeben einstürzte und alle Leute unter sich begrub.
Nächstes Ziel waren die kalten Quellen auf der Westseite der Insel. Eine sehr schöne gepflegte Anlage mit einem 1,3m tiefen Pool in der Mitte. Das Wasser war wirklich kalt aber zu dieser Tageszeit tat uns eine Abkühlung sehr gut.
Nach der willkommenen Abkühlung gings zu einer Lagune,an der man fangfrisches Seafood essen kann (Empfehlung von Diggi). Wir bestellten eine Muschelsuppe und eine landestypische saure Suppe mit Shrimps. Beide Suppen wurden in riesigen Schüsseln (eher schon Eimern) serviert und schmeckten hervorragend. Dann gabs noch 2 frisch gegrillte Fische und frisch panierten Squit (Gummiringerln wie wir sie nennen). Geschmeckt hat alles vorzüglichst und mit 2 Getränken hat es uns 3,2 Euro / Person gekostet.
Danach fuhren wir zu einem Baumhaus wo eine "Künstler-Kommune" lebt. Echt wie voll in den Hippie Zeiten dort und man entdeckte immer wieder irgendwo neue Details. War sehr interessant.
Die Hauptstadt selber war eher klein und übersichtlich (trotzdem haben wir uns verfahren) aber es gibt von Banken über Tankstellen und Internetcafes eigentlich alles was man so braucht. Wir durchquerten Mambajou eigentlich recht flott da wir zu unserem letzten Ziel den "heissen Quellen" wollten.
Die "heissen Quellen" befinden sich nur 3 km vom Resort entfernt und theoretisch, nur rein theoretisch, kann man sogar zu Fuss hinlaufen. Gottseidank hatten wir unsere Bikes denn es ging doch ein gutes Stück bergauf. Dort gibt es 3 Becken mit verschiedenen Wassertemperaturen. Das "kälteste" war ca. 30 Grad warm und das wärmste hatte ungefähr 36 Grad. Wunderbar, um nach der ca. 60km langen Fahrt, den Tag ausklingen zu lassen.
Dritter Tag: Action In der Früh nach dem Frühstück bekamen wir von Diggi ein ausführliches Briefing wie wir die Kletterausrüstung anzulegen hatten. Danach ging's für ca. 30 min im Minibus den Berg hoch bis wir nicht mehr weiterkamen. Von da an hiess es wandern.....steil bergauf aber durch eine mega geniale Landschaft mit einem super Ausblick auf das Meer.
Nach ungefähr 30 min erreichten wir dann unseren ersten Wasserfall und wir errichteten unser "Basiscamp" (von hier an gings nur noch ohne Zigaretten weiter und Helm auf der Birne) Diggi zeigte uns genau wie wir uns beim Abseilen verhalten zu hätten und wie wir den Abstieg am leichtesten vornehmen könnten,
Das Abseilen funktionierte auch wunderbar und machte sehr viel Spass. Wir konnten uns ungefähr 2/3 des Wasserfalls abseilen und den Rest mussten wir in den Pool springen. So ging es nun weiter über Wasserfälle und Rutschen bis wir an den 80 m hohen Katibawasan Fall kamen. Da wollte natürlich keiner mehr runter und wir kehrten um.
Der Rückweg und das Raufklettern war mindestens genauso lustig und action geladen wie das Abseilen. Unser Guide Diggi achtete immer auf die genauen Sicherungsbestimmungen und Sicherungsleinen damit ja nichts passieren konnte. Zurück oben angelangt gabs erstmal eine Zigarette und ein "Berg heil" und dann machten wir uns auf den Rückweg zum typischen Philippino-Mittagessen.
Am Nachmittag haben wir uns dann noch ein wenig die Sonne in den Hängematten auf den Bauch scheinen lassen und am Abend waren wir dann wieder piekfein essen.
Für den nächsten Morgen hatten wir eine frühe Abreise geplant da in der Früh die See immer am ruhigsten ist . So geschah es dann auch das wir schon um 7 Uhr unser Frühstück einnahmen und um 7.30 auf die Banka sprangen und los gings Richtung Bohol.
Diesmal dauerte die Ueberfahrt nur 2,5 Stunden und auch diesmal konnten wir eine grosse Gruppe von Delfinen sehen.
Wir alle genossen unseren Aufenthalt im "Action Gecko Resort" in vollen Zügen und hatten eine sehr schöne Zeit auf dieser wunderbaren Insel.
Ich kann mich an dieser Stelle nur bei Diggi und seiner Crew für ihren tollen Einsatz bedanken, und hoffe, dass es uns nächsten Juni wieder ausgehen wird nach Camiguin zu reisen.
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